Das Eigenheim

Clever bauen, Energie sparen

Energiespartipps für Bauherren Die vergangenen Monate haben es gezeigt: Die Preise für Heizöle schwanken stetig und auch die Ausgaben für Erdgas sind nicht mehr zuverlässig kalkulierbar. Damit die Nebenkosten – wie oft bezeichnet – zur „zweiten Miete“ werden, ist es gerade für Bauherren wichtig, über Möglichkeiten zur Einsparung von Energie nachzudenken. Zwar ist jedem Neubau und jeder Bausanierung durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) ein gesetzlicher Rahmen zum Mindestwärmeschutz gesetzt. Dennoch haben Bauherren etliche Möglichkeiten, den Grundstein für künftige Einsparungen zu legen. Um spätere, teure Nachrüstungen zu vermeiden, sollte das Energiekonzept für das Haus vor den Baumaßnahmen stehen.

Von entscheidender Bedeutung für die energetische Qualität eines Gebäudes ist seine Dämmung. Experten schätzen, dass sich bis zu 40 Prozent Heizkosten mit einer sehr guten Dämmung sparen lassen. Egal ob für Dachstuhl, Wände oder Fußböden – Bauherren sollten darauf achten, nur Dämmstoffe mit einer möglichst geringen Wärmeleitfähigkeit zu verwenden. Zudem empfehlen Experten eine Dicke der Dämmschicht von mindestens 16 Zentimetern. Unbedingt zu vermeiden sind Wärmebrücken. So werden Stellen bezeichnet, die aufgrund schlechter Dämmung oder ungünstiger baulicher Gegebenheiten einen Wärmeverlust ermöglichen. Sie bergen zudem die Gefahr, dass sich hier Kondenswasser sammelt, das zu Schimmelbefall führen kann. Je besser die Dämmung eines Hauses, umso geringer ist sein Heizbedarf. Hier kann in einem gewissen Rahmen die Größe des Heizkessels oder der Heizkörper reduziert werden.

Weitere Möglichkeiten zur Einsparung bietet der Einsatz regenerativer Energien. Die Energie der Sonne kann mittels Photovoltaikanlagen in Strom umgewandelt werden. Hinzu kommen Solarkollektoren, welche die absorbierte Sonnenenergie als Wärme nutzbar machen. Ein effizientes Solar-System, so schätzen Experten, kann bis zu 50 Prozent des jährlichen Energiebedarfs zur Erwärmung des Trinkwassers liefern. Eine zunehmende Bedeutung gewinnt die Nutzung der Erdwärme. Über Wärmepumpenheizung kann diese zum Heizen und Kühlen des Hauses verwendet werden. Auch die Gewinnung von Strom aus Erdwärme ist mittels einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage möglich.